Was aus Ihrer Fläche wird und was danach
Die Module stehen auf Stützen, der Boden bleibt weitgehend unversiegelt. Zwischen und unter den Modulreihen wächst weiter etwas; viele Solarparks werden mit Schafen beweidet oder als extensives Grünland geführt, und die Flächen entwickeln sich ökologisch häufig besser als vorher. Nach Vertragsende wird die Anlage vollständig zurückgebaut, die Fläche ist wieder uneingeschränkt landwirtschaftlich nutzbar. Das Eigentum bleibt ohnehin durchgehend bei Ihnen: Ein Nutzungsvertrag ist eine befristete Gestattung, kein Verkauf.
Warum der Netzanschluss über die Pacht entscheidet
Bei Wind zählt der Wind, bei Photovoltaik zählt das Netz. Ein Solarpark ist nur so viel wert, wie er Strom einspeisen kann. Ob das geht, hängt davon ab, wie weit der nächste Netzverknüpfungspunkt entfernt ist und wie viel Kapazität dort noch frei ist. Jeder Kilometer Kabeltrasse kostet den Projektierer Geld, das er nicht in die Pacht steckt. Deshalb sind zwei benachbarte Flächen selten gleich viel wert, und deshalb ist die Pacht auch keine Frage der Größe allein.
Welche Flächen besonders gefragt sind
Gute Nachricht für alle, deren Acker schwach ist: Genau diese Flächen sind für Photovoltaik besonders interessant. Niedrige Bodenzahl, ungünstiger Zuschnitt, schlechte Erreichbarkeit mit großem Gerät: Was die landwirtschaftliche Nutzung mühsam macht, spielt für einen Solarpark keine Rolle. Bevorzugt sind außerdem Flächen entlang von Autobahnen und Schienenwegen sowie in sogenannten benachteiligten Gebieten: Dort ist die Förderkulisse günstiger, die Genehmigung leichter und die Zahlungsbereitschaft entsprechend höher.
Sie haben bereits ein Angebot vorliegen?
Dann ist der beste Zeitpunkt für eine Prüfung genau jetzt. Wir lesen den Vertragsentwurf gegen: Pachthöhe, Laufzeit, Wertsicherung, Rückbau, Haftung, Ausstiegsklauseln. Dann sagen wir Ihnen, was daran marktüblich ist und was nicht. Danach verhandeln wir nach. Ein erstes Angebot ist selten das letzte Wort, und ein zweiter Interessent verbessert die Konditionen fast immer.
Wenn auf Ihrer Fläche schon ein Vertrag liegt
Nicht jeder unterschriebene Vertrag führt am Ende zu einem Solarpark. Mancher läuft nach Jahren aus, ohne dass etwas geschehen ist. Bei anderen hält der Projektierer nicht ein, was er zugesagt hat. Und manchmal passiert nach der Unterschrift schlicht nichts: Die Fläche ist gebunden, ein Bauantrag kommt nie, und Sie warten.
Schicken Sie uns einen solchen Vertrag. Wir sehen ihn uns an, und wo wir eine Möglichkeit erkennen, geben wir ihn an einen Projektierer weiter, der ihn im Detail prüft. Diese Unternehmen haben dafür eine eigene Rechtsabteilung.
Das Unternehmen, das da prüft, will Ihre Fläche danach selbst pachten. Das sagen wir offen, denn es ist der Grund, warum wir dabeibleiben: Bevor wir mit einem Projektierer zusammenarbeiten, lesen wir seine Pachtverträge. Was Ihnen am Ende angeboten wird, messen wir an dem, was wir andernorts verhandelt haben, und verhandeln nach, wo noch etwas geht.
Ob sich daraus etwas ergibt, hängt an Ihrem Vertrag. Was Ihre Fläche heute einbringen würde, sagen wir Ihnen vorher.